Mikesch (1997 - 2010 )

Am Liebsten hätte ich ein "geklontes" Mäuschen gehabt, so habe ich an der Katze gehangen. Der Tierarzt gab uns die Adresse einer Kundin, deren Kätzin gerade geworfen hatte. Alles Schwarzweisse. Wollte ich gar nicht haben - lieber wieder einen Tiger. Aber als ich das kleine Katerchen auf mich zu tappsen sah, wurde ich doch wieder weich. Mikesch war ein richtiger, gemütlicher  Brummbär. Er könnte den Ausdruck "katzig sein" erfunden haben. Wenn er nicht wollte, dann wollte er nicht! Dann fauchte, kratzte und biss er auch schon einmal. Minuten später aber schmuste er mit blinzelnden Augen und schnurrte "War doch nicht so gemeint!" Am 19.10.2010 mußten wir unseren lieben Brummbär gehen lassen. Mikesch hatte sich innerhalb zwei Monaten so verändert, daß wir am Ende sogar Angst vor ihm hatten, wenn er uns nachts im Bett fast ins Gesicht sprang. Jede Form von Nahrung hat er verweigert, verzog sich an Orte, wo er vorher nie hinging und verschmähte Plätze, die er sonst abgöttig liebte. Mikesch sprang überall drauf und fiel oft wieder herunter. Die vom Tierarzt verordnete Zwangsernährung war eine Tortur für Mikesch und für uns. Und uns schien er gar nicht mehr zu erkennen. Der Tierarzt vermutete einen Gehirntumor. Darum erlösten wir Mikesch von seiner Qual und ließen ihn schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen.