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September 2019 - Alles auf Anfang!

Letzte Woche vom Jahresurlaub und es kribbelt immer mehr in den Finger, wieder etwas Neues zu bauen in Sachen Eisenbahn. Mit der Zeit haben sich dann doch die ganzen Planungs- und Arbeitsfehler bemerkbar gemacht. Es "muss" was anderes her! Haben wollen:
   •   ein Schattenbahnhof, um einige Züge zu parken
   •   eine zweigleisige Hauptstrecke
   •   mindestens ein Berg
 

Erst tut es weh, alles abzureissen... Aber die ganze Arbeit! Wieder monatelanges Basteln und das Wohnzimmer sieht aus wie eine Werkstatt! Und der Platz ist auch nicht größer geworden.
Aber was soll’s! Die meiste Arbeit ist die, die man vor sich herschiebt. Also…. alles abbauen!
Der Schattenbahnhof, gebaut mit M-Gleis Weil zu wenig Platz ist, baue ich die Steigungen ohne Gleiswendel.
Für die untere Etage nehme ich Metall-Gleise. Oben dann wieder die Kunststoff-Gleise. Wochenlang gebaut, alles fest, erste Probefahrten stehen an. Alle Loks fahren gut! Allein! Mit 3 Blech-"Silberlingen" im Schlepp ist bei einigen Loks Ende auf der Steigung. Die Schienen der M-Gleise sind runder und schmäler, als bei den K-Gleisen. Ergo, es gibt weniger Haftfläche für die Räder der Loks. Knapp 5 Wochen umsonst gebaut! Also alles wieder abgerissen und mit K-Gleisen neu gebaut, und die Steigungen mit in die Kurven gezogen.
Ein weiterer Entwurf... Erster Entwurf mit einer zweigleisigen Strecke!
Eine in sich verschlungene "Acht". Gefiel mir ganz gut, aber nach 2-3 Tagen herumspielen und testen zum Entschluss gekommen, dass ich in der Mitte zu wenig Stellfläche für Häuser, Bahnhof und Bahnsteige habe! Abbauen!
Machst du auch alles richtig, Alter? Nicht nur dabei, sondern mitten drin!Unsere liebe "Baghira", die leider nicht mehr bei uns ist, passt auf, dass ihr Mensch dieses Mal weniger Mist fabriziert und sich mehr Mühe gibt!
Untere Ebene steht! Jetzt geht es oben weiter... Dieser 2-gleisige "Knochen" soll es dann werden! Rechts noch ein Berg mit Tunnel drauf, hinten zwischen den Brücken ein Hügel und vorne der Bahnhof! Jeweils Rechts und Links geht es über die Bogenweichen auf die untere Ebene zum Schattenbahnhof. In der Mitte ein Oval mit engen Industriekurven. Hier soll aber nur die kleine Lok mit den Oldtimerwagen oder der Schienenbus fahren. Mal sehen.....
Umbauwagen auf Schottermatte Als ich 2018 wieder mit Modelleisenbahn anfing, war einer meiner Wünsche u.a., Gleise einzuschottern. So schön das auch aussieht, wurde mir davon abgeraten, solange ich nicht eine Anlage baue, die für längere Zeit bestehen bleibt. Den verklebten Schotter wieder zu entfernen sei sehr mühsam. Außerdem wären danach die ein oder anderen Gleise unbrauchbar. Eine Alternative ist eine Schottermatte, die ich im Bahnhofbereich verklebt habe. Nicht ganz das Gleiche, aber es sieht auf alle Fälle besser aus, als garnichts drunter :-)
V100 mit Silberling Alle Gleise mit Schottermatte zu unterlegen, war mir etwas zu teuer. Bei BildBurg habe ich mir eine Textur in Schotteroptik ausgesucht und auf der Arbeit ausdruckern lassen. Solange man nicht mit der Nase "draufhängt", fällt es gar nicht so auf!
Grundriss des Tunnels aus Styrodur Der Berg ruft!
Man erinnere sich, was ich 2018 so alles wollte auf der Modellbahn.... u.a. einen Berg mit Tunnel!
Dieses Mal also soll es sein. Mit Styrodur Blöcken und -streifen habe ich erst einmal den Grundriss zusammengeleimt.
Tunnelportal für 3 Gleise ?! Wenn ich glauben darf, was ich im Internet gelesen habe, soll es wohl kein Tunnelportal für drei Gleise geben!? Also muss ich selber eins bauen. Als Vorlage habe ich ein Portal für ein Gleis "in die Länge gezogen".
Ja, nicht ganz getreu dem Vorbild, ich weiß!
Schichten aus Styrodurplatten Mehrere Schichten Styrodur Platten sind hier aufeinander geklebt. Im Groben kann man erkennen, in welche Richtung es gehen soll. Links die Bergspitze, darunter ein kleines Plateau für ein Berghaus. Rechts eine Art Hochebene für eine Alm.
Mit dem "heißen Messer" bearbeitet... Jetzt kommt wieder das "heiße Messer" zum Einsatz. Mit dem Styroporschneider so lange Ritzen, Kanten und Ecken reingefräst, bis es mir hügelig und felsig genug erscheint.
Stellprobe des Bergmassivs Erste Stellprobe auf der Eisenbahnplatte, um zu testen, ob auch alles im Tunnel passt und kein Wagen aneckt oder entgleist.
Zudem ist die erste dünne Gipsschicht schon aufgetragen und muss noch richtig trocknen.
Styrodur mit eingeritztem Mauerwerk Für die Tunnelportale habe ich mit einem Bleistift ein Mauermuster in das Styrodur geritzt. Dann folgt ein dicker, saftiger Anstrich in Schwarz, der schön in alle Ritzen läuft. Nachdem (!) die Farbe getrocknet ist folgen mehrere "trockene" Anstriche in Grau und Weiss. Dafür wird der Pinsel solange auf Papier gestrichen, bis nur noch ein Hauch Farbe in den Borsten klebt. Der wird dann ganz zart solange auf das Schwarz gepinselt, bis leichte Schattierungen entstehen. In die Fugen sollte dabei keine Farbe geraten, damit sie schön dunkel erscheinen.
Berg und Tunnelportal coloriert Nach dem Trocknen habe ich den Gips in mehrern Durchgängen mit stark wasserverdünnter Abtönfarbe bepinselt. Der Gips saugt die Frabe ungleichmäßig auf, sodass schöne Muster entstehen.
Der Berg ruft... Da steht er, der Berg! So gut, wie fertig. Weitere Feinheiten, wie Bäume, Berghütten, Kühe und Figürchen kommen ganz zum Schluss drauf, wenn alles andere fertig ist.
Ein bißchen größer geworden, als wie geplant! Aber es ist mein erster selbgebauter Berg und mir gefällt er ganz gut.
Ausfahrt aus dem Tunnel Ein kleines Probefoto mit der BR 081 010 und ein paar Umbauwagen am Haken. Für's erste Mal ist das Tunnelportal ganz gut geworden. Die nächsten werden dann noch besser! Im Vordergrund liegen die Gleise auf der Schottermatte. Richtig eingeschottert auf einem kleinen Bahndamm sähe das noch schöner aus. Aber wer weiß, wie lange die Anlage dieses Mal bestehen bleibt. Und so lange wird nicht geschottert!